Mittwoch, 15. Juli 2015

Findet Nemo-Torte

Es war wieder mal soweit und ein Geburtstag stand an. Da das Geburtstagskind ein Nemo-Fan ist, habe ich mit in den Kopf gesetzt eine Nemo-Torte zu machen. Das war alles gar nicht so einfach, da mir zum Teil die Temperaturen einen Strich durch die Rechnung machten, es war nur unerträglich heiß und schwül, genau die schlechteste Konstellation zum modellieren, backen und verzieren.

Ca. eine Woche vorher habe ich mit der Deko begonnen. Aus einer Mischung mit Rollfondant und Modellierschoki entstand Nemo und ein paar Pflanzen. Für die Pflanzen kam mal wieder ein Teil meines Haushaltes zum Einsatz: Knoblauchpresse, neue Spülbürste, Schaschlikspieße etc. (Evtl. erstelle ich hierzu ein Tutorial)

Da ich immer wieder gefragt werde welche Materialen ich für meine Deko verwende, liste ich diese hier auf, Sortiment kann je nach Markt variieren:

für die Deko und zum Eindecken:

  • Rollfondant, verschiedene Farben, Fa. Dekoback ® (Rewe)
  • Deco Choc weiß,Fa. Dekoback ® (Rewe)
  • Lebensmittelfarbpasten, unterschiedliche Farben, Fa. Dekoback ® (Rewe)
Da ich den Topper zur Aufbewahrung machen wollte, habe ich einfach 2 Tortenpappen mit Lebensmittelkleber zusammengeklebt (beschichtete Seiten immer außen) und in Form geschnitten. Die Oberseite ebenfalls mit Zuckerkleber bestrichen und braunen Zucker darauf gestreut. Darauf habe ich dann meine Deko gesetzt.



Ok, ein Anfang war gemacht, nur, was für ein Kuchen soll es werden? Sahne und Buttercreme habe ich aufgrund der Temperaturen schonmal ausgeschlossen und daher fiel meine Entscheidung auf einen Schokikuchen mit Sauerkirschen und einen Baumkuchen.

Mitten in der Nacht, so gegen 1 Uhr, habe ich dann mit dem Backen begonnen. Als 1. war der Baumkuchen (Rezept folgt) dran, diesen habe ich in einer 20er Form gebacken. Für den Schoko-Kirsch-Kuchen diente mal wieder mein Schokokuchen- Ruck Zuck , zum Teig habe ich einfach ein Glas abgetropfte Sauerkirschen hinzu gefügt, gebacken in einer 26er Springform.
Schnell noch ein bissele "klar Schiff" gemacht und ab ins Bettchen, die Nacht war kurz, Kinder hatten noch Schule, und ich an der Torte weitermachen.

Beide Kuchen habe ich dann nur ganz dünn mit Ganache eingestrichen, die Unebenheiten sollten den "Unterwassereffekt" darstellen - hat auch super geklappt, kommt leider auf den Fotos nicht so gut raus.
Mit blauer Lebensmittelpaste färbte ich den Rollfondant in zartem blau ein und überzog beide Kuchen damit, war bei dem Wetter gar nicht so einfach, daher fiel die Rollfondantdecke diesmal ein bischen dicker aus.
Um den Torten beim Stapeln einen besseren Halt zu geben, steckte ich ganz normale Strohhalm in die Kuchen (natürlich auf die entsprechende Höhe gekürzt), stellte die beiden eingdeckten Kuchen aufeinander und setzte den Topper oben drauf.

Nun ging es an die restlichen Verzierungen. Aber, bedingt durch das Wetter, war es schier unmöglich irgendwelche Deko zu fertigen, der Rollfondant verhielt sie wie Gummi, die Zeit wurde knapp, nur noch 2 Std. bis zur Geburtstagsfeier.

Also, ab in den Keller. Nachdem ich alles an Material und Werkzeug nach unten transportiert hatte, konnte ich mit der Arbeit beginnen und die restlichen Verzierungen herstellen, anbringen und die Torte fertigstellen.

So sah das Endergebnis aus


Nicht perfekt, aber besser ging es bei den Temperaturen wirklich nicht, schwüle 38°C sind nicht gerade die Besten Vorraussetzungen für eine Motivtorte.
So, nun möchte ich Euch noch ein Detailfoto zeigen, vielleicht erkennt man hier besser, was ich mit "Unterwassereffekt" meine


Und so sah der Anschnitt aus



Wie gesagt, nicht perfekt, aber das Geburtstagskind hat sich gefreut ;)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen